Projekte

Donatus Haus
Dipl. Musiker

Organist Komponist Dirigent

Terine
Start

Kirchenmusiktage Rhein Erft 17.09 - 18.10.2010

Flyer

 

Erftstädter Orgelsommer
02.07 - 01.10.2010
Flyer 1 - Flyer 2

 

 

Indianischer Sonnengesang

Dieses Werk habe ich Anfang 2003 komponiert, die Uraufführung war am 06. Mai im Dom zu Trier. Das Stück besteht aus 9 Teilen, die jeweils ein zentrales Thema artikulieren.

Indianische Segensgebete haben mich durch ihre Sensibilität und der Ehrfurcht vor dem Leben schon immer sehr beeindruckt.

Alles ist geschwisterlich miteinander verbunden und strebt in ein alles umfassendes Dankgebet.

Die Texte ausgewählter Segensgebete habe ich in 9 Videos verarbeitet. Die Videos stammen aus unserem Kulturkreis und reflektieren die bilderreiche Sprache der indianischen Texte und transportieren die Texte in unsere Erlebniswelt.

Zum Ausdruck kommt der Dank für „einfachste“ Dinge: zB.: den Wind, die Natur, einen Strohhalm, das Leben usw., ein überbordender Lobpreis, losgelöst von allen technischen Errungenschaften, auf die unsere Gesellschaft so stolz ist, hingewendet zur Stille, zu den Wolken, zum Wind.

Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist immer wieder die Zusammen-gehörigkeit der Schöpfung, die Verquickung allen Seins. Symbolträchtig ist auch die Verbindung der ausgewählten Klangquellen.

I Herr der Welt, dir singe ich mein Lied
(Altmexikanisches Lied)

II Wolkenbrüder
(Hopi-Indianer)

III Gott schläft im Stein
(Cesspooch)

IV Teppich des Lebens
(Indianer Nordamerikas)

V Sterne, die singen
(Passamaquoddy)

VI Atem der Welt
(Indianer Nordamerikas)

VII Pace

VIII Stille

IX Leben
(Sioux-Indianer)

 

BAROCKDUO ZEPHYROS

Tatsuya Mochizuki und Donatus Haus
gaben ihrem Barockduo 1994 den Namen ZEPHYROS. Dieser Name ist zugleich auch Programm, denn ZEPHYROS ist der griechische Gott des Windes und stellt somit die innere Verbindung zwischen beiden Instrumenten dar.

 

 

SPHÄRENMUSIK - MUSIK ZUR OFFENBARUNG

 

Uraufführung: 04.11.1998 St.Maria im Kapitol, Köln

 

Die Thematik meines Projekts "Sphärenmusik" bildet die "Offenbarung an den heiligen Johannes", das letzte Buch der Bibel. Das Hauptanliegen dieses Programms ist die künstlerische Umsetzung und Gewichtung dieser hochaktuellen Texte, gerade im Hinblick auf die bevorstehende Jahrtausendwende.

Der Begriff Sphärenmusik bildet eine gewisse Zeitbrücke, denn er wurde schon von Pythagoras geprägt, von N. Cusanus über J. Kepler bis hin zu A. Einstein und M. Planck immer wieder herangezogen um das "tönende All" zu beschreiben. Was issenschaftler und Philosophen in der Vergangenheit durch reine Überlegung und später durch Beobachtung postulierten, wurde in der Neuzeit exakt gemessen: die Umdrehung eines Planeten in einer gewissen Zeit ergibt eine gewisse Frequenz, und somit seinen Ton.

 

Sphäre2

 

Diese Urtöne bilden die Basis meiner Stücke "GEBETE DER HEILIGEN" und "7.PROPHEZEIUNG". Weitere Inspiration fand ich in rhythmischen Mustern, die von Neutronensternen, sogenannten Pulsaren, ausgesandt werden, und verband dies mit Lichtvisionen christlicher Mystiker: und zwar von Hildegard von Bingen, Tèrese von Lisieux, Juan de la Cruz und Teresa von Avila.

"PROPHEZEIUNG 1 - 7 " entstand schon 1996 für ein multimediales Projekt zur Offenbarung des Regisseurs Manfred Paier.

Einen interessanten Verknüpfungspunkt zwischen dem Begriff "Sphärenmusik" und der "Offenbarung an den heiligen Johannes" bildet die Zahl 7: sieben Siegel, sieben Engel, sieben ornesschalen, sieben Prophezeiungen einerseits - Siebengestirne wie: Großer Waagen, Orion und Leier andererseits. (Donatus Haus)

Zu "CHRISTUS"
"Es gibt in unserer abendländischen Sprache wenige Wörter, die eine wirklich hohe Schwingung vermitteln. Licht, Liebe, Gott, dies sind Worte, die wir zur Bezeichnung oder Anrufung des Höchsten verwenden. "Christus" bezeichnet den Sohn des Höchsten, den Sonnenlogos.
In der intensiven Rezitation des "Christus" als einem der heiligsten Mantren unserer abendländischen Kultur erwuchs in mir der Wunsch, eine schlichte Komposition zu schaffen, die allein diese Schwingung zum Ausdruck bringt. Sie entstand ganz aus dem Gefühl, nicht aus intellektuellem Kalkül." (Markus Stockhausen)

Sphäre1

 

Zu "Die SIEBEN TROMPETEN"
"Ein guter Freund wollte die Offenbarung des heiligen Johannes in ein multimediales Bühnenstück umsetzen und bat mich, hierfür die Szene der sieben Trompeten musikalisch zu gestalten. Dies tat ich in enger Anlehnung an die bildreiche Textvorlage, die Donatus Haus in seinen "Sieben Prophezeiungen" für Chor vertonte." (Markus Stockhausen)

Zu "VATER UNSER"
Dieses Stück ist ein einziges Crescendo, ein inniger und größer werden von Anfang an. Es ist das
Vater unser eines scheuen, verunsicherten, eines verzweifelten Menschen genauso wie das eines in Abhängigkeit verstrickten Menschen, der laut aufschreit "... sondern erlöse uns von den Bösen...", aber es ist auch ein feierlicher, heller Gesang eines jubelnden Menschen, wenn gegen Ende alle Sänger unisono einstimmen "... denn dein ist das Reich und die Kraft...". Diese Vertonung versucht Jesus eigenes Gebet, welches leider allzuoft automatisch abgespult zu hören ist, auf neue Weise erlebbar zu machen." (Donatus Haus)

Zu "GEBET EINER SEHERIN"
"In diesem Stück habe ich einen Text der Hildegard von Bingen vertont, der großen rheinischen Seherin, die 1998 aus Anlaß Ihres 900-jährigen Jubiläums geehrt wird: "Caritas abundat in omnia" (Die Liebe umfaßt das All...). Es ist ein visionäres Stück, ganz hell, ein inniges Gebet, welches in der musikalischen Einfachheit eines Chorostinatos den meditativen Gehalt von Hildegards Text widerspiegelt." (Donatus Haus)